Eigenblutbehandlung

Die Eigenbluttherapie kennt zwei verschiedene Methoden der Ausführung: Entweder wird aus der Armvene etwas Blut entnommen oder es wird ein kleiner Tropfen Kapillarblut aus der Fingerbeere verwendet.

Das Blut wird nach homöopathischen Vorschriften aufbereitet und anschließend durch eine Injektion wieder dem Körper zugeführt. Sollten Sie Angst vor Spritzen haben oder aus terminlichen Gründen keine längere Injektionstherapie durchführen können, besteht auch eine Möglichkeit der oralen Anwendung als Tropfenpräparat. Diese Variante der sog. Eigenblutnosode empfehle ich vor allem gerne Kindern und älteren Patienten.

Auswirkungen, die bei der Eigenblut-Therapie beobachtet werden:

  • Anfälligkeit gegenüber Infekten nimmt deutlich ab
  • Allergische Reaktionen werden gemildert
  • Wesentliche Besserung des psychischen und physischen Allgemeinbefindens
  • Besserung depressiver Zustände, besonders im Klimakterium
  • Längerer und tieferer Schlaf
  • Analgetische Wirkung bei Schmerzzuständen
  • Schnellere Rekonvalescens nach Erkrankungen

„besonderer Saft“

Eigenblutbehandlung Allergie

Nicht erst Goethe schrieb in Faust Blut sei ein „besonderer Saft“. Bereits 200 Jahre vor Christus wurde im Neiking, der Bibel der taoistischen Ärzte, die Einnahme des eigenen Blutes als Heilmittel angesehen. Und auch im Papyrus Eber, welches in Ägypten in der Zeit um 1500 v.Chr. entstand, werden Behandlungen mit Blut beschrieben. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, als August Bier feststellte, dass Eigenblut, welches dem Patienten in den Oberschenkel gespritzt wurde für den Körper einen Reiz darstellte wurde die Behandlung mit Eigenblut zu einem Bestandteil vieler immunologischer Therapien in der naturheilkundlichen Praxis und kann als “Stoß in das vegetative System“ bezeichnet werden.

Dahinter steht der Gedanke, dass bei einer Krankheit natürliche Heilungsprozesse unabdingbar sind und diese durch gezielte Reiztherapie verstärkt werden können. Es ist nichts anderes als eine Impfung, das Immunsystem bekommt ein „neues Gesicht“ und die überschießende Abwehrreaktion wird in die neue Bahnen gelenkt bzw. umgeschaltet.